Community Radios begrüßen Aufwertung bei Vergabe digitaler Frequenzen in Bayern

 

„Wir werten das als Zeichen dafür, dass unsere Argumente für die Anerkennung und eine stärkere Förderung von Community Media in Bayern beim Medienrat auf fruchtbaren Boden gefallen sind“, sagt Kampagnen-Sprecher und Z-Vorstand Michael Liebler. „Bei einem Gespräch mit dem Hörfunkausschuss in der Woche vor dieser Entscheidung haben wir auch den erfreulichen Eindruck gewonnen, dass dort eine intensive Diskussion über Bürgermedien und Community Media stattfindet“.

Der bevorstehende Umstieg auf digitale Frequenzen bringt nicht nur Vorteile, sondern es lauern auch Fallstricke für Anbieter und HörerInnen. Das zeigt schon die mehrmalige Verschiebung des Zeitpunkts, an dem UKW-Frequenzen abgeschaltet werden sollen. Dieser war zunächst für 2010, dann für 2012 und anschließend für 2015 vorgesehen. Mit dem „Gesetz zur Änderung kommunikationsrechtlicher Regelungen“ vom Mai 2012 wurde die Abschaltung spätestens für das Jahr 2025 festgelegt. Die meisten RadiohörerInnen sind jedoch über die bevorstehende Umstellung kaum informiert. Es ist unklar, welche Akzeptanz bei den Verbrauchern und Verbraucherinnen besteht, analoge Geräte durch teure digitale zu ersetzen.

Bei der Umgestaltung der Frequenzlandschaft besteht die Notwendigkeit trotz der zu erwartenden Erweiterung von Sendegebieten, diejenigen Angebote zu erhalten, die auf HörerInnen im unmittelbaren lokalen Umfeld zugeschnitten sind. Hier sehen sich auch die Community Radios in der Verantwortung, neue Konzepte zu entwickeln. So wäre es denkbar, neue Lokalredaktionen in einem erweiterten Sendegebiet aufzubauen, die die HörerInnen vor Ort mit Informationen erreichen und die die lokale Soziokultur sowie die zivilgesellschaftlichen Gruppen repräsentieren.

Als Grundvoraussetzung für eine stärkere Rolle der Community Media bei der Gestaltung des Rundfunks fordert die Kampagne „Medienvielfalt für Bayern“ eine verbindliche Basisförderung und die gesetzliche Anerkennung für Community-Radios in Bayern: „Dies ist die einzige Möglichkeit, über die beiden Ballungsgebiete Nürnberg und München hinaus neue Community Radios zu gründen, um die kulturelle Vielfalt, die soziale Teilhabe und die lokale Verankerung zu unterstützen“, erklärt Radio Z Geschäftsführerin Syl Glawion.

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