Internationale Redaktionen

Im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen leben laut den Stadtstatistiken über 126.000 Menschen mit Migrationshintergrund.

Für diesen Personenkreis ist es in der Regel schwierig, sich gesellschaftlich zu integrieren bzw. ein Forum für ihre spezielle Situation zu schaffen, meist auf Grund von sprachlichen oder kulturellen Schwierigkeiten.

Die Forderungen, auch von staatlicher Seite für diese Menschen eigene Radio- oder Fernsehangebote zu schaffen, wird von Radio Z schon seit vielen Jahren umgesetzt. Radio Z erreicht mit seinen 14 verschiedenen interkulturellen Redaktionen, die zweisprachig senden, einen Großteil der erwähnten Zielgruppen im Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen.

Die Z-International-Redaktionen sind vertreten durch folgende Länder: Türkei, Griechenland, Italien, Rumänien, Ungarn, Russland, Lateinamerika, Brasilien und die afrikanischen Länder. Sie senden in der Regel ein bis zwei Stunden wöchentlich auf festen Sendeplätzen.

Für die hier lebenden Menschen aus den verschiedenen Ländern ist Radio Z der einzige Radiosender, über den sie aktuelle Informationen aus ihrem jeweiligen Land erhalten bzw. der sie über die neuesten, sie betreffenden Ereignisse und sozialen Themen in der Region informiert. Die Zweisprachigkeit der Sendungen fördert das Erlernen der deutschen Sprache.

Die Redaktionen arbeiten seit mehreren Jahren in verschiedenen Projekten zusammen, wie z.B. Internationaler Radiotalk (2007) oder Tolerant essen (2008/09). Im September 2007 schlossen sich die internationalen RedakteurInnen in der Interkulturellen Radioinitiative zusammen, die sich durch gemeinsame politische und kulturelle Veranstaltungen sowie Radiosendungen in die Öffentlichkeit einmischt, um für eine interkulturelle Gesellschaft ohne Rassismus und Diskriminierung von Menschen aus anderen Ländern zu werben.