Radio Z

Der Sender

Der nicht-kommerzielle Hörfunkanbieter aus Nürnberg, ist ein fester Bestandteil der unabhängigen Medienszene im deutschsprachigen Raum. Die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Freier Radios (BFR) und dem Community Media Forum Europe (CMFE) sowie verschiedenen bundesweiten und europäischen Projekten haben den Lokalsender weit über den fränkischen Großraum bekannt werden lassen.

Die Rundfunk-Aktionsgemeinschaft-Demokratischer-Initiativen-und-Organisati- onen (R. A. D. I. O. e. V.) ist ein gemeinnütziger Verein mit über 1300 Mitgliedern und Träger des Hörfunksenders. Radio Z sendet seit über 20 Jahren als Bayerns erstes Freies Radio in Nürnberg/Fürth/Erlangen täglich von 14-02 Uhr auf der 95,8 MHz sowie im Internet unter www.radio-z.net. R.A.D.I.O. e.V. versteht sich als selbstverwaltetes basisdemokratisches Projekt.

Entscheidungsgremien wie Geschäftsführung und Vorstand sind den Mitgliederversammlungen gegenüber verantwortlich. Zur Mitgliederversammlung haben sämtliche Mitglieder des Vereins Zutritt und sind wahlberechtigt. Der laufende Sendebetrieb wird durch monatlich stattfindende Plena gesteuert, die ebenfalls den Mitgliederversammlungen gegenüber verantwortlich sind.

Das Programm

Der Sendeinhalt von Radio Z setzt kritische und ungewohnte Akzente. Das gilt für das Musikprogramm sowie für die Themensendungen. Radio Z steht für Musikgeschmack fernab des Mainstreams und fördert die lokale Popmusik durch die Vorstellung regionaler MusikerInnen und Bands. Offen für neue Hörgewohnheiten sendet Radio Z kommentierte Musik unterschiedlichster Sparten, von Jazz über elektronische Klänge und Hip-Hop bis hin zu Punk und Heavy Metal. Ein hoher Wortanteil im Tagesprogramm gibt Raum für Diskussionen über Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur sowohl lokal als auch international. Radio Z meidet in seinen Beiträgen bewusst Agenturmeldungen und sucht den direkten Kontakt zu den Betroffenen. Das weit reichende Netzwerk an Informationsquellen zeigt Probleme aus konkreten Blickwinkeln, lässt Minderheiten zu Wort kommen und versucht, Sachverhalte möglichst unverfälscht wiederzugeben.

Die MitarbeiterInnen

Über 180 MitarbeiterInnen unterschiedlichsten Alters und verschiedenster Nationalitäten gestalten das Programm von Radio Z. Der Großteil der MitarbeiterInnen arbeitet ehrenamtlich. Interne Seminare bilden die RedakteurInnen in Medienrecht, Radiojournalismus, Studio- und Schnitttechnik sowie Moderationstechnik aus. Koordiniert wird der Redaktionsalltag von einem Team freier JournalistInnen und der Geschäftsleitung.

Finanzierung

Seit Jahren bilden Mitgliedsbeiträge einen Teil der Finanzierungsgrundlage von Radio Z. Hinzu kommen Spenden und projektgebundene Fördergelder sowie in geringem Maße eine Programmförderung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) für die medienpädagogischen Projekte Kapong – die Kindersendung und Radio Handicap.

Hier fehlt eine stabile finanzielle Grundlage, die es dem Sender ermöglicht, qualifiziertes Fachpersonal für medienpädagogische Projekte sowie Seminarleiter-Innen für Aus- und Fortbildung einzustellen.

Ausbildung und Projekte

Der Verein R.A.D.I.O. e.V. bietet jährlich zahlreichen jungen Menschen eine radiojournalistische Ausbildung in Betriebs-, Schul-, Jahres-, Semester- und Wochenpraktikas. Dabei kooperiert der Sender mit Universitäten, Fachhochschulen, Schulen und der Industrie und Handelskammer.

Aber auch die Projektarbeit hat einen festen Platz bei Radio Z. Hier seien insbesondere die integrativen medienpädagogischen Projekte erwähnt, in denen behinderte Menschen, Menschen mit Psychatrieerfahrung, Kinder, SeniorInnen sowie Jugendliche das Programm aktiv mitgestalten.

Seit mehr als 20 Jahren setzen MigrantInnen aus verschiedenen Ländern ein internationales Programm bei Radio Z um und tragen so zu einer Toleranzkultur in den Medien bei.

Radio Z führt darüber hinaus seit 2002 mit Unterstützung der Europäischen Kommission europäische Crossmedia-Projekte durch mit dem Ziel, die Zusammenhänge europäischer Institutionen, Gesetze und Entscheidungen für die Zivilgesellschaft begreifbar zu machen und deren Beteiligung zu fördern.

Preise für Radio Z

  • 2010
    I
    nterkultureller Preis 2010 des Integrationsrates der Stadt Nürnberg für die "International-Redaktionen"

  • 2008   
    Zweiter Journalistenpreis beim Medienpreis der Metropolregion Nürnberg in der Kategorie „Hörfunk/Feature“ für die HörBar-RedakteurInnen Sabine Reichel und Stefan Gnad

  • 2007
    Verleihung des Georg-Schreiber-Medienpreises der AOK Bayern für die Redaktion Durchgeknallt (Sendung von und für Menschen mit Psychiatrieerfahrung)

  • 2005   
    Nürnberger Medienpreise in der Kategorie „Reportagen/Feature“ Heike Herzog der deutsch-israelischen Redaktion Tacheles sowie für Sabine Reichel und Stefan Gnad in der Kategorie Comedy

  • 2004   
    Erster Journalistenpreis der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft in der Sparte Hörfunk für Heike Demmel von der Politik-Redaktion Stoffwechsel

  • 2004    
    Nürnberger Medienpreis in der Kategorie Comedy für Carsten Galle und Carsten Trachte vom Musikmagazin Wanne Eikel

  • 2002
    Erster Nürnberger Behindertenpreis der Lebenshilfe e.V. für das Team von Radio Handicap

  • 2000
    Zweiter Journalistenpreis der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft in der Sparte Hörfunk für Michael Liebler von der Politik-Redaktion Stoffwechsel

  • 1999
    Zweiter Journalistenpreis der mittelfränkischen Medienbetriebsgesellschaft in der Sparte Hörfunk für Martin Wernecke von Radio Handicap

  • 1997
    Preis für Kunst und Wissenschaft / Nürnbergstipendium der Stadt Nürnberg

  • 1991
    Die Dauerwelle erhält den Frauenförderpreis der Stadt Nürnberg;
    Sonderpreis Hörfunk der BLM für den Beitrag „Kirche und Drogen“